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22.06.2009

Damen Bundesliga 2009

Bundesliga Klassenerhalt im Startjahr für Vacono TC Radolfzell

 

In Ihrer ersten Bundesliga Saison 2009 schaffte das Damen Bundesliga Team Vacono TC Radolfzell den Klassenerhalt. Nach einem unglückliche Start gegen Waldau Stuttgart zu Hause mit einer 1:8 Niederlage  zeigte sich das Team beim 2.Spiel zu Hause gegen Rüppurr Karlsruhe kämpferisch, verlor jedoch unglücklich mit 4:5. Am dritten Spieltag folgte der erste Sieg beim TC Blau Weiß Berlin mit 7:2. Nach einer dreiwöchigen Pause unterlagen die Mettnauerinnen abermals unglücklich in Moers mit 4:5. Gegen den neuen Deutschen Meister Zamek Benrath setzte es zu Hause eine 1:8 Niederlage  ehe Vacono TC Radolfzell die Saison mit einem 6:3 Sieg gegen Blau Weiß Bocholt abschloss.   


1. Bundesliga - Presse: Südkurier 08.06.09
Drittes Spiel: TC BW Berlin - Vacono TC Radolfzell

Aufatmen in Radolfzell

Nach dem souveränen 7:2-Sieg in Berlin können die Radolfzeller Damen die zweite Saisonhälfte in der Tennis-Bundesliga etwas entspannter angehen, denn das Saisonziel, zumindest als Vorletzter die Runde zu beenden und damit die Klasse zu halten, ist in greifbare Nähe gerückt.

TennisBundesliga, DamenTC BW BerlinVacono TC Radolzell2:7Der Radolfzeller Trainer Norman Bingeser konnte auf nahezu denselben Kader wie beim badischen Derby gegen Karlsruhe-Rüppurr am Freitag zurückgreifen. Die Polin Marta Domachowska führte daher wieder das Radolfzeller Team an. Lediglich in den Doppeln gab es eine kleine Änderung, denn Biljana Pavlova vertrat Martina Babakova. Da das Team die Woche über intensiv gemeinsam trainieren konnte, wirkte der dritte Radolfzeller Bundesligaauftritt wesentlich harmonischer als noch zum Saisonauftakt, der Formtrend der Mettnauerinnen zeigt klar nach oben.

Der Radolfzeller Sieg war dank einer 5:1-Führung schon nach den Einzeln entschieden. Lediglich Kathrin Wörle, von den Nachwirkungen einer Grippe geschwächt, musste ihr Match abgeben. Allerdings traf die Nonnenhornerin mit Kveta Peschke, der aktuellen Nummer sieben der Doppel-Weltrangliste, auf die spielstärkste Berlinerin. Alle anderen Radolfzellerinnen waren erfolgreich.

Dabei musste lediglich die Radolfzellerin Zi Yan über drei Sätze gehen, die anderen Matches waren bereits nach zwei Sätzen entschieden. Die chinesische Doppelspezialistin musste sich zunächst auf den ungewohnt feuchten und daher langsamen Untergrund in Berlin einstellen, doch rasch legte sie die Nervosität ab und beendete sowohl ihr Einzel als auch später ihr Doppel erfolgreich.

Ein ähnliches Bild dann in den Doppeln. Domachowska/Yan und Kerber/Tvaroskova hatten ihre Siege jeweils nach zwei vorwiegend einseitigen Sätzen unter Dach und Fach, Karatancheva/Pavolva gaben ihr Match mit 2:6/2:6 ab. Da Biljana Pavolova, die seit dem ersten Badenligajahr des TC Radolfzell alle Aufstiege mitgemacht hatte, in wenigen Tagen heiraten wird und daher nicht mehr zur Verfügung steht, wollte sie sich nach neun Jahren auf der Mettnau mit einem Sieg verabschieden, was ihr an der Seite von Sesil Karatancheva allerdings nicht gelang.

„Wir dürfen die nächsten drei Male nicht schlafen“, warnte der Vorsitzende des TCR-Fördervereins, Günter Grimmig, davor, sich jetzt schon zu sicher zu fühlen, doch räumte auch er ein, dass ein großer Schritt zum Klassenerhalt geglückt ist.

Zwar zeichnet sich nach drei Saisonspielen ein fester Stamm beim Vacono TC Radolfzell ab, doch in der zweiten Hälfte soll an der Spitze noch etwas optimiert werden. Nun zieht der Tennis spielende Tross weiter nach Wimbledon, ehe dann in drei Wochen mit dem Auswärtsspiel beim TC ZWS Moers die zweite Saisonhälfte der Bundesliga beginnt.

Ergebnisse: TC Blau Weiß Berlin – Vacono TC Radolfzell 2:7 (1:5).

Einzel: Szatmari – Domachowska 5:7/1:6, Esperon – Kerber 2:6/2:6, Balsamo – Karatancheva 2:6/0:6, Peschke – Wörle 6:4/6:1, Weber – Tvaroskova 6:7/0:6, Schreiber – Yan 6:2/3:6/2:6.

Doppel: Szatmari/Esperon – Domachowska/Yan 3:6/1:6, Balsamo/Weber – Kerber/Tvaroskova 1:6/1:6, Peschke/Schreiber – Karatancheva/Pavlova 6:2/6:2.

 

1. Bundesliga - Presse: Südkurier 06.06.09
Zweites Spiel: Vaconco TC Radolfzell - TC Karlsruhe Rüppur

Besser gespielt, wieder verloren

Für den TC Radolfzell war es der erwartet starke Gegner. Nicht ganz so stark hatte wohl der TC Karlsruhe Rüppurr die Gastgeberinnen eingeschätzt, denn er erschien ohne seine zwei besten Spielerinnen – Radolfzell brachte das beste Bundesliga-Team der vergangenen drei Jahre zwar mächtig ins Schwitzen, verlor jedoch am Ende mit 4:5.

Auch im zweiten Spiel für den Vacono TC Radolfzell ohne Sieg: Marta Domachowska.
Foto: Scherer

DamentennisBundesligaVacono TC RadolfzellTC Karlsruhe Rüppur4:5Die Sonne scheint, kaum eine Wolke am Himmel, über 900 Menschen stehen dicht gedrängt vor den Zäunen der Tennisplätze auf der Mettnau. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um jenen Sonntag, an dem der Vacono TC Radolfzell zur Bundesliga-Premiere eine herbe 1:8-Niederlage einstecken musste. Doch gestern war vieles anders, irgendwie knisterte es.

Was es war, dieses neue Radolfzeller Gefühl, zeigte Angelique Kerber eindrucksvoll im ersten Match. Ihr unbändiger Siegeswille brachte die 21-Jährige zurück ins Spiel. Nach einem ersten Satz, in dem ihre Gegnerin übermächtig schien, kämpfte sich die Nummer zwei des TCR zurück und erspielte sich ein 3:6, 7:6, 6:1. „Nach oben hin kann man von Angelique alles erwarten“, sagt Norman Bingeser, Trainer der Radolfzeller. „Nicht umsonst gilt sie als eine der begabtesten Spielerinnen Deutschlands.“

Nicht minder kämpferisch gaben sich die übrigen Radolfzellerinnen: Die Chinesin Yan Zi trotzte ihrer Nervosität und besiegte bei ihrem 6:0, 7:6-Erfolg nicht nur ihre Gegnerin, sondern auch die ungeliebte rote Asche. „Ihr eigentlicher Vorteil kommt noch. Sie ist unser Doppelass“, freute sich Bingeser über den unerwarteten Einzelsieg der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin im Doppel. An Einsatz mangelte es auch Kathrin Wörle gegen Yulia Beygelzimer nicht, als sie im ersten Satz ein Wechselbad der Gefühle erlebte: Zunächst verschlief Wörle den Start, lag 2:5 zurück, schaffte den Ausgleich, um den Satz dann doch noch 5:7 zu verlieren. Genauso erging es ihr im Rest der Partie: Auf den Satzausgleich folgte im dritten Durchgang die Niederlage.

Eine Stunde später war es Lenka Tvarovskova, die mit einem 7:6, 7:6-Erfolg den dritten Punkt für Radolfzell errang. In den verbleibenden Einzeln kämpften sich Marta Domachowska und Sesil Karatancheva nach jeweils verlorenem ersten Satz bis in den dritten Durchgang, mussten sich dort jedoch geschlagen geben. Damit stand es 3:3 nach den Einzeln. Die Entscheidung würde in den Doppeln fallen.

„Das war eine klare Steigerung. Die Punkte, die wir nach Sonntag angesprochen hatten, wurden zu 100 Prozent verbessert“, so Norman Bingeser. Vieles war anders als bei der Niederlage am Sonntag, die Tendenz ging für den Trainer klar nach oben. Dennoch verloren die Gastgeberinnen zwei der drei Doppel, so dass sie am Ende wieder ohne Punkte dastanden.

Viel Zeit zum Ärgern bleibt den Radolfzellerinnen aber nicht. Schon am Sonntag müssen sie wieder ran – beim Mitaufsteiger Berlin, der die ersten beiden Spiele ebenfalls verlor.

 

1. Bundesliga - Presse: Südkurier 05.06.09 Vorbericht
Zweites Spiel: Vacono TC Radolfzell - TC Karlsruhe Rüppur

Hochkaräter zu Gast in Radolfzell

Nach den starken TEC-Frauen aus Stuttgart erwartet der Vacono TC Radolfzell die nächste große Nummer im deutschen Damentennis: Karlsruhe Rüppurr wurde in den letzten drei Jahren zweimal Meister sowie einmal Vizemeister und imponiert zudem mit klangvollen Namen wie Sybille Bammer oder Anna-Lena Grönefeld.

Ob Anna-Lena Grönefeld, Nummer zwei bei Karlsruhe-Rüppurr, am Bodensee gegen den Vacono TC Radolfzell auflaufen wird, ist noch nicht ganz sicher. Ein starkes Team werden die Karlsruher aber auf alle Fälle aufbieten.
Foto: dpa

1. Tennis-Bundesliga, Frauen: Vacono TC Radolfzell – TC Karlsruhe Rüppurr (Freitag, 11 Uhr, Tennisanlage Mettnau). – Fünf Tage hatte Norman Bingeser, Trainer des Vacono TC Radolfzell, Zeit, seine Mannschaft nach der klaren Niederlage vom Wochenende aufzurichten und sie auf die neue Aufgabe einzustimmen.

Bereits vor dem Saisonstart am Sonntag war man sich in Radolfzell über die Stärke der Liga im Klaren. Dennoch war die 1:8-Schlappe gegen die in Bestbesetzung angetretenen Waldauerinnen so nicht vorauszusehen. „Der Gegner hat verdient gewonnen – ohne Frage. Die Niederlage fiel allerdings zu hoch aus“, sagt Bingeser. „Wir hatten vom Papier her gute Namen auf dem Platz. Da haben wir schon mal nachgefragt.“

Nichtsdestotrotz tut Radolfzell das einzig Richtige: Man schaut nach vorne. „Wir haben jetzt einmal verloren. Davon lassen wir uns nicht entmutigen“, so der Trainer, der die Woche genutzt hat, um am Teamgeist der neu formierten Mannschaft zu arbeiten. Schließlich hat Bingeser den Radolfzeller Kampfgeist als „großes Plus der Vergangenheit“ ausgemacht.

Die Vacono-Spielerinnen werden diesen heute wohl auch dringend benötigen, denn am Bodensee gastiert kein geringeres als das erfolgreichste Damen-Tennisteam der letzten drei Jahre. 2006 und 2007 gewann der TC Karlsruhe-Rüppurr die deutsche Meisterschaft, im vergangenen Jahr wurde auch die Vizemeisterschaft als großer Erfolg gefeiert. Die Nordbadener treten mit einer respektablen Meldeliste an: Absolute Spitze bilden darauf Sybille Bammer und Anna-Lena Grönefeld. Mit der österreichischen Nummer Eins und der deutschen Nummer Zwei dürfen sich die Radolfzeller Zuschauer auf einen echten Höhepunkt der noch jungen Saison freuen. Zumal es als äußerst wahrscheinlich gilt, dass zumindest eine der beiden am Bodensee auflaufen wird.

Dies ist nicht zuletzt auch dem Respekt geschuldet, den Rüppurr dem Bundesliganeuling entgegenbringt. „Mit dem Vacono TC Radolfzell bereichert ein sehr starker Aufsteiger die Liga“, heißt es auf der vereinseigenen Internetseite. Und Trainer Markus Schur ergänzt: „Tritt Radolfzell in Bestbesetzung an, so ist das Team ein ernstzunehmender Titelkandidat, dessen Hauptziel im ersten Jahr jedoch die Etablierung in der Liga ist.“

Ein kleiner Vorteil ergab sich für Rüppurr aus der Ansetzung des Spielplans, der ihnen bei der Saisonpremiere spielfrei zugestand. Dies gab dem Verein aus Karlsruhe die Möglichkeit, die Konkurrenz vorab zu beäugen. Aufgrund des fortschreitenden Grand-Slam-Turniers in Paris stieg zudem die Chance, den kompletten Kader zur Verfügung zu haben.

Was die eigene Aufstellung betrifft, mochte Bingeser noch nicht zu viel verraten. Es scheint jedoch klar, dass im Vergleich zur Bundesliga-Premiere ein leicht verändertes Team auf den Radolfzeller Sandplätzen stehen wird. „Eventuell werden wir einen Joker ziehen“, gibt sich der Trainer etwas geheimnisvoll.

Angesichts der nominellen Überlegenheit des Gegners lebt Norman Bingesser schon mal das vor, was er sich heute auch von seinen Spielerinnen wünscht: Er gibt sich kämpferisch. „Wir treten nicht an, um zu verlieren. Wir wollen dagegenhalten. Wir stemmen uns gegen einen vom Papier her übermächtigen Gegner“, so die Ankündigung des Trainers.

 

1. Bundesliga - Presse:
Erstes Spiel:  Vacono TC Radolfzell - TEC Waldau Stuttgart

Ernüchterung zum Auftakt

TC Radolfzell startet mit 1:8-Niederlage in der 1.

Radolfzell (swb). Letzten Sonntag startete Vacono TC Radolfzell in die Damen Bundesligasaison 2009. Bei perfektem Tenniswetter und vor einer sensationellen Kulisse von 980 Zuschauern gingen die Radolfzeller voller Zuversicht in die Begegnung gegen TEC Waldau Stuttgart. Obwohl Spitzenspielerin Alisa Kleybanova auf Grund des Erreichen des Mixed Viertelfinale in Roland Garros nicht zur Verfügung stand, hatte Radolfzell vom Papier her ein schlagkräftiges Team zusammen. Am Spieltag meldete sich allerdings noch Kathrin Woerle mit Fieber krank, so dass die Radolfzeller Nachwuchsspielerin Anastasia Wagner zu ihrem ersten Bundesligaeinsatz kam. Lange nachdem Radolfzell bereits durch klare Niederlagen von Marta Domachowska und Sesil Karatancheva mit 0:2 in Rückstand geraten war, gelang der Radolfzeller Tennistalent der Überraschungscoup. Gegen die aktuelle Nummer 9 der Deutschen Damenrangliste und 191 der WTA Weltrangliste drehte sie mit unbändigem Siegeswillen einen 2:5 Rückstand im dritten Satz gegen Carmen Klaschka in einen 7:5 Sieg. Somit stand es nach der ersten Runde 1:2. Angelique Kerber unterlag erst im dritten Satz Kirsten Flipkens. An Position eins verlor Tamarina Tanasugarn leicht angeschlagen gegen eine überragende Kristina Barrois, Lenka Tvaroskova kam beim 0:6/2:6 sprichwörtlich unter die Räder. Somit stand die Gesamtniederlage bereits mit einem Zwischenstand von 1:5 fest. In den drei abschließenden Doppeln hatten Radolfzellls Angelique Kerber und Marta Domachowska noch Siegchancen, jedoch gingen letztendlich alle drei Doppel verloren. Mit der in dieser Höhe unerwarteten 1:8-Niederlage legte Radolfzell gegen ein stärkstmögliches, kompaktes Waldau Team einen unerwünschten Saisonstart hin. Bereits diesen Freitag gastiert mit Karlsuhe Rüppurr das erfolgreichste Tennis-Damen-Team Deutschlands der letzten drei Jahre auf der Mettnau. Sybille Bammer, Anna Lena Grönefeld und Sofia Arvidsson sind nur einige der klangvollen Namen auf der Rüppurer Meldeliste. Letztes Jahr wurde Rüppurr Vizemeister, die beiden Jahre zuvor sogar jeweils Deutscher Meister. Am Sonntag kommt es dann in Berlin zum ersten Auswärtsspiel der Saison für die Radolfzellerinnen. Spätestens hier sollten die ersten Punkte fallen will man nicht für den Rest der Saison mit dem Rücken zur Wand stehen was das Saisonziel Klassenerhalt betrifft.

Singener Wochenblatt 03.06.2009

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Hängende Köpfe nach der Premiere

Vor 950 Zuschauern und bei hervorragenden äußeren Bedingungen eröffnete der Vacono TC Radolfzell seine erste Bundesliga-Saison. Einzig der Gegner vom TEC Waldau Stuttgart vermieste den Radolfzellerinnen den Tag.

Tennis-Tristesse: Sesil Karatancheva vom TC Radolfzell lässt den Kopf hängen. Die Bulgarin hatte bei der 1:6/2:6-Niederlage gegen die Stuttgarterin Yvonne Meusburger keine Chance.
Foto: Scherer

TennisBundesligaVacono TC RadolfzellTEC Waldau Stuttgart1:8Als Anastasia Wagner ihren ersten Matchball verwandelte, hätte es für die Radolfzeller ein perfekter Einstand in die höchste deutsche Spielklasse werden können: Das einzige Radolfzeller Eigengewächs im Kader sorgte für den ersten Punktgewinn der Mettnauer in der 1. Bundesliga. Eigentlich ein Traum. Eigentlich. Denn es blieb für den Vacono TC Radolfzell bei diesem einen Zähler.

Verantwortlich dafür war ein für die TCR-Verantwortlichen ereignisreicher Samstagabend. Kurioserweise waren die Ereignisse am Vorabend des Spieltags auch dafür verantwortlich, dass Wagner überhaupt eingesetzt wurde. Zunächst gewann Alisa Kleybanova ihr Mixed-Doppel bei den French Open und steht nun im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers. Ihr Glück war das Radolfzeller Pech: TCR-Trainer Norman Bingeser musste ohne seine Nummer eins der Setzliste auskommen. Die nächste Hiobsbotschaft kam nicht aus Paris, sondern aus Nonnenhorn. Kathrin Wörle meldete sich mit Fieber ab, an einen Einsatz war nicht zu denken. Von der geplanten ersten Sechs des Spieltages fehlten also zwei Spielerinnen. „Wir haben lange Zeit gebetet und gehofft, aber es sollte nicht sein“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Günter Grimmig. „Wir haben 16 Spielerinnen auf der Meldeliste und es ist unserem Geschick überlassen, die sechs besten auf den Platz zu bringen.“ Am Sonntag musste für Kleybanova also Tamarine Tanasugarn in die Bresche springen, Wagner ersetzte Wörle.

Der TEC Waldau Stuttgart bot die beste zur Verfügung stehende Mannschaft auf. Ein Kompliment für den Aufsteiger, schließlich darf die Aufstellung des Gegners auch als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass der TC Radolfzell in der Liga durchaus ernst genommen wird.

Bereits in der ersten Runde zeichnete sich ab, dass es die Gastgeber schwer haben würden. Die Radolfzeller Nummer zwei Marta Domachowska und die Nummer vier Sesil Karatancheva verloren ihre Matches in kürzester Zeit mit 1:6, 2:6. Lediglich Wagner kämpfte sich durch. Nach 4:6 und 6:3 ließ sie sich von einem 2:5-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Von Druck bei ihrer ersten Bundesliga-Partie war nichts zu spüren: Die 19-Jährige spielte aggressiv und wurde belohnt. Fünf Spielgewinne in Folge bedeuteten das 7:5 im entscheidenden dritten Satz. „Ich bin einfach happy“, jubelte Wagner nach ihrem Sieg. „Das Publikum und mein Heimvorteil haben mir Sicherheit gegeben. Ich liebe es einfach, hier zu spielen.“

Nach der ersten Runde hieß es also 1:2, im zweiten Durchgang hatte lediglich Angelique Kerber eine ernsthafte Chance auf einen Sieg. Nachdem sich die Radolfzellerin mit 7:6 den Satzausgleich erkämpft hatte, schienen ihr im dritten Satz jedoch die Kräfte auszugehen. So war der Spieltag bereits nach den Einzeln entschieden, der 1:5-Rückstand war mit den verbleibenden drei Doppeln nicht mehr aufzuholen. „Das Engagement heute Morgen war von einigen nicht so wie gewünscht. Da müssen wir einhaken“, sagte Grimmig. „Wenn wir in dieser Saison tatsächlich die Wundertüte der Liga sind, so mussten wir heute feststellen, dass der Griff in die Wundertüte diesmal nicht das gebracht hat, was wir uns vorgestellt haben.“

Dass es sich dennoch lohnte, bis zu den Doppelspielen zu bleiben, bewies die Paarung Domachowska/Kerber gegen die Waldauerinnen Tatjana Malek und Yvonne Meusburger im ersten Doppel. In einem spannenden und überaus unterhaltsamen Spiel fehlte den Radolfzeller Damen am Ende das letzte Quäntchen Glück. Mit dem knappsten denkbaren Ergebnis verloren die beiden nach 7:6, 6:7 im Match-Tie-Break, der im Doppel den dritten Satz ersetzt, mit 6:10. „Positiv waren heute die Doppel. Wir konnten sehen, dass unsere Spielerinnen miteinander harmonieren“, sagte Grimmig.

Obwohl er zugeben musste, dass es für Waldau ein verdienter Sieg“ gewesen sei, breitete sich beim Vorsitzenden des Fördervereins Unmut über die Höhe der Radolfzeller Niederlage aus. „Ich hätte mir mehr ausgerechnet. Das war kein Auftakt nach Maß. Das war ein Schritt in die harte Wirklichkeit.“

Ergebnisse: Einzel: Tanasugarn – Barrois 1:6/1:6, Domachowska – Malek 1:6/2:6, Kerber – Flipkens 3:6/7:6(0)/2:6, Karatancheva - Meusburger 1:6/2:6, Tvaroskova – Kucova 0:6/2:6, Wagner – Klaschka 4:6/6:3/7:5. Doppel: Domachowska/Kerber – Malek/Meusburger 7:6(6)/6:7(4)/6:10, Tanasugarn/Wagner – Barrois/Stanciute 4:6/2:6, Karatancheva/Tvaroskova - Flipkens/Wöhr 1:6/5:7.
Südkurier 02.06.2009

 

Vorbericht zur Bundesliga-Saison
Südkurier-Artikel vom 30.05.2009 als PDF-Dokument öffnen

Weltklasse auf der Mettnau
Am 10.12.2008 um Mitternacht war Meldeschluss für die Kader der 1. Tennis-Bundesliga. Dann steht fest, wen die sieben Teams ins Rennen schicken. Mit dabei als Aufsteiger auch die Damenmannschaft des Vacono TC Radolfzell.

Der Radolfzeller Trainer Norman Bingeser und der Vorsitzende des Fördervereins Günter Grimmig scheinen mehr als nur ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Fast scheint es sogar, als hätte eine internationale Rundum-Erneuerung des Teams stattgefunden. Denn aus Thailand, aus Frankreich, aus Polen, aus Italien, aus China, aus Bulgarien und auch aus Deutschland kommen die Neuzugänge, sechs davon stehen aktuell unter den besten 100 Spielerinnen der Welt.

An der Spitze steht, wie schon im Vorjahr, als sie aber nur ein einziges Mal ins Geschehen eingriff, die Russin Alisa Kleybanova, die in der Weltrangliste an 32. Stelle steht. Es folgt, nur drei Plätze dahinter geführt, die Thailänderin Tamarine Tanasugarn. Erst auf Position sieben steht der einzige deutsche Neuzugang, Angelique Kerber. Mit Rang 99 steht die deutsche Fed-Cup-Spielern gerade noch unter den Top 100 der Welt.

Das liest sich nach einem sportlichen Quantensprung, aber auch nach einem Verlust des Wiedererkennungswertes des Teams im Vergleich zur Aufstiegsmannschaft vom Sommer dieses Jahres. Doch TCR-Trainer Bingeser relativiert diesen Eindruck: "Zum Einen kann nur immer eine Nicht-EU-Ausländerin eingesetzt werden. Zum Anderen sind nicht alle Spielerinnen immer verfügbar, das hängt auch von den Turnieren ab. Wenn wir aus den ersten Acht der Kaderliste pro Spieltag zwei bis drei dabei hätten, dann wäre das gut."

Und so kommt es, dass Kathrin Wörle aus Nonnenhorn, obwohl sie aktuell "nur" auf Position zehn geführt wird, nicht nur den regionalen Bezug repräsentiert, sondern auch die feste Größe im Team sein wird. Mit Biljana Pavlova ist eine Spielerin weiterhin mit dabei, die schon in der ersten Badenliga-Saison im Jahr 2002 für Radolfzell spielte. Auch die Slowakin Martina Babakova zählte in den letzten Jahren zu den festen Größen auf der Mettnau. Mit Anastasia Wagner steht zudem ein Talent aus den eigenen Reihen im Kader.

Da mit Wagner und Kerber zwei deutsche U-21-Spielerinnen gemeldet sind, darf der TC Radolfzell 16 statt 14 Spielerinnen benennen. "Wir haben die Plätze, die uns zur Verfügung standen, optimal ausgenutzt", ist sich Bingeser sicher, ein konkurrenzfähiges Team präsentieren zu können. "Der Rest der Liga weiß jetzt, dass wir da sind", zeigt sich Bingeser zuversichtlich, das Saisonziel Klassenerhalt mit diesem Kader realisieren zu können. Doch nicht nur der stark besetzte Kader, auch die Tatsache, dass durch Umstrukturierungen im Jahr 2009 nur ein Team absteigen muss, lässt hoffen.

Die Problematik, nicht das beste Team aufbieten zu können, stellt sich der ganzen Liga gleich zum Saisonauftakt am 31. Mai, denn an diesem Tag wird beim Pariser Grand-Slam-Turnier in Roland Garros die dritte Runde gespielt. Die Radolfzeller Zuschauer können sich jedenfalls jetzt schon auf die kommende Saison freuen. Denn mit dem TC Waldau Stuttgart, dem TC Rüppurr Karlsruhe und dem TC Zamek Benrath treten die Meister der vergangenen vier Jahre auf der Mettnau an. (jr)

06.01.2008

Damen Bundesliga 2008

 Vacono TC Radolfzell mit einem 8:1-Sieg über engsten Verfolger vorzeitig Meister Mit einem klaren 8:1-Erfolg über den einzigen ernsthaften Rivalen BASF TC BW Ludwigshafen sichert sich das Damenteam Vacono TC Radolfzell schon am vorletzten Spieltag den Titel in der 2. Bundesliga Süd und damit den Aufstieg in die 1. Bundesliga.
Sonntagnachmittag auf der Mettnau, es läuft das letzte der sechs Einzel. Radolfzell führt bereits 4:1 und Kathrin Wörle hat es mit der Italienerin Valentina Sassi zu tun. Der erste Satz ging bereits mit 6:4 an die ehemalige Fed-Cup-Spielerin aus Nonnenhorn. Im zweiten Satz lässt Wörle keine Zweifel daran, dass sie den entscheidenden Punkt für ihr Team holen will. Es ist 16.08 Uhr, als sie beim Stand von 6:4/5:1 ihren ersten Matchball hat. Ein kurzer Ballwechsel mit souveränem Ende zu Gunsten der Radolfzeller Spielerin und Jubel bei den etwa 350 Zuschauern, die auf der Anlage waren. Der TC Radolfzell führt mit 5:1, kann somit nicht mehr eingeholt werden und ist daher Meister in der 2. Bundesliga, egal, was am letzten Spieltag noch geschehen kann.

Das 8:1-Ergebnis wirkt wie ein Klassenunterschied zwischen dem Meister und dem Vize. Doch danach sah es zu Beginn des Spieltages keineswegs aus. Margit Ruutel hatte ihr Einzel gleich zu Begin abgeben müssen. Zwar hatte Katharina Kachlikova gewohnt technisch stark und mit 6:2/6:1 auch vom Ergebnis her souverän aufgespielt, doch Zuzana Kucova tat sich nach gewonnenem ersten Satz mit Dominice Ripoll schwer. Nachdem sie den zweiten Satz hauchdünn mit 6:7 abgeben musste schien die körperlich starke Ludwigshafenerin im entscheidenden Satz körperliche Vorteile. Doch erstaunlich gut kam die für Radolfzell spielende Slowakin wieder ins Spiel und sorgte mit 6:1/6:7/6:2 für die wichtige 2:1-Führung.

War die erste Einzelrunde noch hart umkämpft, so wurde es danach einseitiger. Weder die erstmals für den TC Radolfzell spielende aktuelle Nummer 45 der Weltrangliste, Alisa Kleybanova, noch Lenka Tvaroskova oder eben Kathrin Wörle hatte größere Probleme, so dass schon nach den Einzeln die Titelfrage entschieden war.

Da die Luft nun draußen war wurden die Doppel lediglich zur Formsache für den neuen Meister - alle drei Matches gingen nach zwei Sätzen an die Gastgeberinnen.

Für Radolfzells Coach Norman Bingeser hatte der Wettkampf schon mitten in der Nacht begonnen, denn um 4 Uhr morgens war er in Stuttgart am Bahnhof, um Alisa Kleybanova abzuholen, die erst am Samstag beim Grand Slam-Turnier in Paris ausgeschieden war und sich danach gleich auf den Weg zum wichtigen Spiel auf der Mettnau machte. Zur Sicherheit war aber auch die bisherige souveräne Nummer 1 des TC Radolfzell, die Inderin Sunitha Rao, angereist. Insgesamt war auf Radolfzeller Seite der bestmögliche Kader aufgeboten worden, so dass selbst Ausfälle hätten problemlos kompensiert werden können.

In dieser Hinsicht hatte der Gast etwas weniger Glück, denn die beiden Ludwigshafener Spitzenspielerinnen Nuria Llagostera Vives und Anastassia Rodionova konnten sich in Paris erfolgreich im Doppel behaupten, fehlten daher in Radolfzell.

Dies soll aber den Radolfzeller Erfolg in keiner Weise schmälern, denn ein Team, das nach fünf Spieltagen von den 45 gespielten Matches lediglich drei abgegeben hat, das steht zu Recht an der Spitze und darf sich jetzt auf die Meisterfeier freuen, die nach dem letzten Saisonspiel am kommenden Sonntag auf eigener Anlage gegen den Ski-Club Ettlingen.

Ergebnisse: Vacono TC Radolfzell - BASF TC BW Ludwigshafen 8:1. - Einzel: Kleybanova - Nagy 6:3/6:2, Ruutel - Rodionova 3:6/3:6, Wörle - Sassi 6:4/6:1, Kucova - Ripoll 6:1/6:7/6:2, Tvaroskova - Ehmer 6:2/6:4, Kachlikova - Weidemann 6:2/6:1. - Dopppel: Kleybanova/Wörle - Nagy/Sassi 6:1/6:4, Tvaroskova/Kachlikova - Rodionova/Weidemann 6:1/6:4, Kucova/Babakova - Ehmer/Sadria 6:0/6:0.

 

 


Vacocno TC Radolfzell - BASF TC Blau-Weiß Ludwigshafen
Sonntag, 1. Juni, ab 11 Uhr auf der TCR-Tennisanlage auf der Mettnau
Auch wenn das Gesetzt der Serie eher für die Gäste aus Ludwigshafen spricht, aktuelle Form und Heimvorteil könnten zu entscheidenden Vorteilen für die Damen des TC Radolfzell werden, wenn es am Sonntag sozusagen in einem vorgezogenen Endspiel um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga und den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse geht. Ab 11 Uhr stehen sich auf der Mettnau die Spielerinnen der beiden ungeschlagenen Teams, dem Vacono TC Radofzell und dem BASF TC BW Ludwigshafen, gegenüber.

Die Ausgangslage ist, so Radolfzells Trainer Norman Bingeser, klar: "Wenn wir gewinnen, dann kann am letzten Spieltag geschehen, was will - wir sind Meister und steigen auf." Denn die bisherige Bilanz der Radolfzellerinnen kann sich sehen lassen. Zwei Spiele endeten mit klaren 8:1-Erfolgen, zwei gar mit einem eindeutigen 9:0. Die Gäste hatten da zuletzt deutlich mehr Mühe. Am Pfingstmontag führten sie in Ettlingen nach den Einzeln bereits mit 4:2, doch dann gingen zwei Doppel verloren und im letzten Doppel lag das BASF-Duo Nagy/Sassi auch schon mit 2:5 zurück. Doch das ungarisch/italienische Doppel drehte das Match noch und sorgte mit einem Ass für den umjubelten 5:4-Sieg. Es ist allerdings schwer einzuschätzen, ob der Bundesliga-Absteiger in Ettlingen alle Trümpfe ausspielte.

Während die Radolfzellerinnen in den bisherigen vier Spielen erst zwei Matches abgaben, stehen bei Ludwigshafen immerhin elf Niederlagen zu Buche. Dieser Vorsprung führt dazu, dass das Radolfzeller Team mit einem weiteren Sieg auf jeden Fall uneinholbar an der Spitze stünde. Auf der anderen Seite jedoch wäre im Falle einer Radolfzeller Niederlage lediglich rechnerisch alles möglich, denn eine Heimniederlage des BASF TC BW Ludwigshafen gegen den momentan Vorletzten aus Lorsch am abschließenden Spieltag scheint eher wenig realistisch.

Die Vorentscheidung in diesem "Endspiel" könnte jedoch in fernen Paris fallen. Denn sowohl die beiden BASF-Spitzenspielerinnen als auch die Nummer 1 des TC Radolfzell, Alisa Kleybanova, aktuell die Nummer 54 der Weltrangliste, waren Mitte der Woche noch beim Roland-Garros-Turnier im Einsatz. "Wir gehen auf Nummer sicher", will TCR-Trainer Bingeser nicht auf ein Ausscheiden seiner Spitzenspielerin beim Grand Slam-Turnier hoffen und hat die Hebel in Bewegung gesetzt, um auch ohne seine Topspielerin einen starken Kader aufbieten zu können. So wird die Inderin Sunitha Rao (155. der aktuellen Weltrangliste), die bisher an der Spitze alle ihre Einzel in zwei Sätzen gewinnen konnte, auf jeden Fall am Wochenende zum Kader stoßen. Da bisher im Radolfzeller Kader sehr sparsam rotiert wurde ist daher am Sonntag mit einem eingespielten und homogenen Team zu rechnen.

Wie ernst die Absichten der Gäste sind erläutert deren Vorsitzender Manfred Schotthöfer: "Unser Ziel ist, so lange wie möglich oben mitzuspielen." Zwischen den Zeilen klingt da der Wunsch nach dem dritten Aufstieg nach 2004 und 2006 durch, zumal der Bundesliga-Kader vom Vorjahr nahezu unverändert in der 2. Bundesliga antritt.

Dennoch dürften die Radolfzellerinnen wohl leicht favorisiert in dieses wohl schon entscheidende Spiel gehen. "Auch wenn der Gegner schwer einzuschätzen ist, wir werden alles versuchen, mit dem fünften Punkt alles klar zu machen", so Bingeser. Denn mit dem fünften gewonnen Match könnte schon am vorletzten Spieltag die Meister- und Aufstiegsfeier auf der Mettnau beginnen.


Der Gegner: Stetes Auf Und Ab
Seit 2004 ist das einzig Konstante beim BASF TC Blau-Weiß Ludwigshafen der Wechsel der Liga. 2004 als Meister der 2. Bundesliga in die "Belle Etage" des deutschen Damentennis aufgestiegen, doch nach dem Abstieg 2005 fand sich das Team 2006 wieder in der 2. Bundesliga. Erneut stiegen die Tennisdamen aus Ludwigshafen als Meister wieder auf und auch im Jahr 2007 reichte es nicht zum Klassenerhalt, so dass sich das Team auch in dieser Spielzeit wieder in der 2. Liga wieder findet. Nach dem Gesetzt der Serie stünde wieder ein Aufstieg auf dem Programm, denn aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Entsprechend ambitioniert wurde die aktuelle Saison angegangen, denn der Kader blieb nach dem Abstieg annähernd unverändert.

Doch im Focus steht in diesem Jahr gar nicht so sehr das Damenteam, sondern die Nachwuchsabteilung. Denn die Jahre 2008 und 2009 stehen im Zeichen einer Intensivierung der Jugendarbeit und dazu wurde ein entsprechendes Konzept erarbeitet mit einer Reihe von Teilzielen. Die Nachwuchsabteilung soll von aktuell 140 Spielerinnen und Spielern durch gezielte Maßnahmen bis hin zu Kooperationen mit Kindergärten auf 200 Nachwuchskräfte gesteigert werden. Mittelfristig soll dieses Potential dazu führen, dass zehn Spielerinnen und Spieler des Clubs unter die ersten 150 der deutschen Nachwuchsrangliste kommen. Und langfristig sollen mindestens vier Spielerinnen und Spieler die erste Damen- oder Herrenmannschaft verstärken.

Aktuelle dominieren jedoch noch, ähnlich wie beim TC Radolfzell, Spielerinnen aus dem Ausland die Meldeliste, denn unter den ersten acht Aktiven der Meldeliste befindet sich mit Tatjana Priachin nur eine Deutsche.
2. Damen-Bundesliga: TC Großhesselohe - TC Radolfzell 1:8

Abenteuerlich verlief die Vorbereitung auf das Spiel in Großhesselohe, einen Gegner, den TCR-Coach Bingeser im Vorfeld bereits als sehr stark einstufte und der gestern mit seiner Einschätzung bestätigt wurde. "Das war - wie erwartet - eine gute Mannschaft, die beste bisher in dieser Saison", so das Urteil des Coaches nach dem deutlichen 8:1-Sieg. Vor dem dritten Saisonspiel ließ der Trainer des TC Radolfzell, Norman Bingeser, auf den hinteren Positionen kräftig rotieren. Während an den ersten drei Positionen mit Sunitha Rao, Margit Ruutel und Kathrin Wörle alles beim Alten blieb stand auf Position 4 erstmals in dieser Saison Zuzana Kucova im Kader. Auch Katarina Kachlikova kam in Großhesselohe erstmals in dieser Saison zu einem Einsatz. Doch bis es soweit war hieß es reichlich Zittern, sowohl bei den Spielerinnen Kucova und Kachlikova als auch bei Teamchef Bingeser. Denn die beiden Slowakinnen waren unter der Woche zu einem Turnier in Beirut und wollten sich von dort dann auf den Weg nach Radolzell machen, um in der 2. Bundesliga spielen zu können. Dann aber kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der libanesischen Hauptstadt, der Flughafen wurde von der Hisbollah besetzt und an ein Ausreisen auf diesem Weg war nicht zu denken. Die beiden Tennisspielerinnen entschieden sich dafür, auf dem Landweg nach Syrien zu reisen. Sie konnten die syrisch-libanesische Grenze noch passieren, doch wenige Stunden später fielen genau an diesem Grenzübergang Schüsse und es gab auch Tote zu beklagen. In Damaskus dann fand sich noch Platz in einem Flug nach Oman, von dort ging es via Bratislava nach München, wo sie zum TCR-Team stießen.

Beschaulicher lief die Woche für Sunitha Rao und Kathrin Wörle. Bei einem Turnier in Zagreb schied Kathrin Wörle erst im Viertelfinale aus, während Sunitha Rao beim gleichen Turnier in der Doppelkonkurrenz siegte.

In der ersten Runde im Münchener Vorort Großhesselohe sorgte Biljana Pavlova für die 1:0-Führung, doch da Margit Ruutel, die auf die spielstarke Slowenin Tadeja Majeric traf, erstmals in dieser Runde ihr Einzel abgeben musste, stand es 1:1. Zwar gab auch Zuzana Kucova ihren ersten Satz ab, doch dann wendete sie souverän mit zwei 6:0-Sätzen das Blatt. Überzeugend dann auch der Auftritt von Sunitha Rao. Gegen die Sandplatzspezialistin Zec Peskiric lag die Inderin im ersten Satz zwar mit 2:5 zurück, entschied diesen jedoch mit 7:6 für sich und mit 6:4 im zweiten Satz sicherte sie Radolfzell einen weiteren Punkt. Auch bei Katarina Kachlikova machten sich im ersten Satz die Reisestrapazen bemerkbar, doch mit 4:6/6:3/6:1 brachte auch sie ihr Einzel durch. Da Kathrin Wörle in zwei Sätzen überzeugte stand es nach den Einzeln schon 5:1, der dritte Radolfzeller Saisonsieg im dritten Spiel war unter Dach und Fach.

Die Doppel, bei denen Martina Babakova noch eingriff, die unter der Woche noch wichtige Examensprüfungen absolviert hatte, waren dann eine eindeutige Sache für die Gäste vom Bodensee, denn jeweils in zwei unbedrängten Sätzen gingen die Punkte nach Radolfzell. "Die haben einfach richtig gut gespielt", atmete Bingeser nach dem letzten Ballwechsel tief durch, obwohl der spannendste Teil dieses Spieltages aus Radolfzeller Sicht sicherlich schon vor dem ersten Aufschlag ablief.

Ergebnisse/Einzel: Zec Peskiric - Rao 6:7/4:6, Majeric - Ruutel 7:5/6:4, Toljan - Wörle 1:6/2:6, Zivec - Kucova 6:4/0:6/0:6, Jobst,K. - Kachlikova 6:4/3:6/1:6, Jobst,Th. - Pavlova 2:6/3:6. - Doppel: Zec Peskiric/Majeric - Rao/Wörle 3:6/1:6, Jobst/Zaja - Kucova/Kachlikova 2:6/0:6, Jobst/Brandt - Babakova/Pavlova 2:6/2:6.

Bundesliga 2.Spieltag

Mit einem ungefährdeten 9:0-Sieg über den Aufsteiger Sport Förg Schießgraben unterstrich der TC Radolfzell bei seinem ersten Heimspiel seine Ambitionen auf die Meisterschaft in der 2. Tennis-Bundesliga. Lediglich im Spitzendoppel trotzen die Spielerinnen aus Augsburg den Gastgeberinnen einen Satz ab, ansonsten kam kaum einmal Spannung auf. Dennoch bereuten die über 300 Zuschauer ihr Kommen nicht, denn sie bekamen hervorragenden Tennissport zu sehen.
Tennis, 2. Damen-Bundesliga: Vacono TC Radolfzell – Sport Förg Schießgraben Augsburg 9:0 (6:0). – Zwar hatte der Favorit, der Vacocno TC Radolfzell, Respekt vor dem Aufsteiger aus dem Schwäbischen, doch schon während der ersten Einzel zeigte sich, dass die Radolfzellerinnen ihrer Favoritenrolle gemäß den Ton angeben. Die Jüngste im Team, Anastasia Wagner, zeigte sich auch im zweiten Saisoneinsatz in der 2. Bundesliga der Aufgabe gewachsen und brachte mit 6:0/6:1 nach souveränem Auftritt den ersten Punkt unter Dach und Fach. Auch Margit Ruutel und Lenka Tvaroskova ließen keine Zweifel aufkommen, steuerten ebenfalls ungefährdete Zwei-Satz-Siege bei, so dass es nach der ersten Einzelrunde 3:0 hieß.
Etwa 300 Zuschauer zeigten sich beim Spitzenspiel zwischen Sunitha Rao und Melanie Hafner begeistert, denn die Augsburgerin Hafner wehrte sich vehement, konnte mit gefühlvollen Stopps immer mal wieder punkten, doch am Ende setzte sich die Dynamik von Rao in einem Spiel auf hohem Niveau ebenfalls in zwei Sätzen durch.
Etwas rascher meisterte Kathrin Wörle – ebenfalls in zwei Sätzen - ihre Aufgabe. In der Mitte des zweiten Satzes machte es Biljana Pavlova spannend, doch nach langer Gegenwehr der Augsburgerin Melanie Lachmund gelang Pavlova im zweiten Satz der Ausgleich zum 4:4 und wenig später der Satz- und Spielgewinn.
Nachdem die Radolfzellerinnen wie beim Saisonauftakt am Donnerstag nach den Einzeln schon uneinholbar mit 6:0 in Führung lagen, die Gäste zudem auf Grund von Verletzungspech – gleich drei Spielerinnen fielen beim Einspielen bzw. während der Einzel verletzt aus – nur zwei Doppel bestücken konnten, stand einem weiteren deutlichen Sieg des Titelanwärters von der Mettnau im Wege.
Das slowakische Doppel Tvaroskova/Babakova hielt die Serie mit Zwei-Satz-Siegen aufrecht und sorgte mit einem ungefährdeten 6:1/6:1-Erfolg für den 8:1-Zwischenstand. Es spricht für den Kampfgeist der Gäste, dass sie trotz Verletzungspech und uneinholbarem Rückstand im Spitzendoppel noch um den Ehrenpunkt kämpften. Denn gleich der erste Satz ging mit 7:5 an das Doppel Hafner/Schmid. Rao/Wörle glichen mit 6:3 aus, so dass ein Champions-TieBreak (nach einer Regeländerung wird in den Doppeln kein dritter Satz, sondern ein Champions-TieBreak bis ein Doppel zehn Punkte hat gespielt) die Entscheidung bringen musste. Hier dominierten schließlich die Radolfzellerinnen und beendeten mit einem 10:4 den Spieltag.
„Mehr noch als über den deutlichen Sieg freue ich mach darüber, welch ein Teamgeist momentan bei uns herrscht. Es hat die letzten Jahre zwar immer gestimmt in der Mannschaft, aber so harmonisch wie zur Zeit war es noch nie“, scheint TCR-Trainer Bingeser nicht nur unter sportlichen Aspekten mit seiner Mannschaft zufrieden zu sein.
Ergebnisse/Einzel: Rao – Hafner 6:2/6:3, Ruutel – Jandova 6:4/6:1, Wörle – Schmid 6:2/6:3, Tvaroskova – Six 6:1/6:1, Pavlova – Lachmund 6:2/6:4, Wagner – Fuchs 6:0/6:1. – Doppel: Rao/Wörle – Hafner/Schmid 5:7/6:3/7:6, Ruutel/Pavlova – Jandova/Six 6:0/6:0 (Aufgabe wegen Verletzung), Tvaroskova/Babakova – Fuchs/Feucht 6:1, 6:1.


TC Radolfzell nimmt Fahrt auf

Souveräner 8:1-Sieg der Damenmannschaft beim Aufsteiger Vaihingen-Rohr
Tennis, 2. Bundesliga, Damen: TC Blau-Weiß Vaihingen Rohr - Vacono TC Radolfzell 1:8 (0:6). – Eine Auftakt nach Maß erwischten die als Titelanwärter in die Saison 2008 gestarteten Spielerinnen des TC Radolfzell beim Aufsteiger TC Blau Weiß Vaihingen Rohr. Da in allen sechs Einzeln kein einziger Satz von den Radolfzellerinnen abgegeben wurde war mit der 6:0-Führung vor den Doppeln die Entscheidung über Sieg und Niederlage schon frühzeitig zu Gunsten der Gäste vom Bodensee gefallen.
Schon recht zügig sorgten Margit Ruutel und Lenka Tvaroskova für eine 2:0-Führung. Da wollte das Radolfzeller Eigengewächs auf Position sechs, Anastasia Wagner, nicht nachstehen. Mit 6:3 und 6:2 ließ die aktuelle Nummer 72 der deutschen Rangliste ihrer Kontrahentin Miriam Sommer kaum eine Chance. „Anastasia hat souverän gespielt und man kann sagen, dass sie in der Bundesliga angekommen ist“, sah ein zufriedener TCR-Trainer Norman Bingeser das Talent auf einem guten Weg.
Während die ersten drei Radolfzellerinnen nicht besonders gefordert wurden, zeigten Story Tweedy-Yates und Radana Holusova deutlich mehr Gegenwehr, so dass auf Radolfzeller Seite Sunitha Rao und Kartin Wörle kämpfen mussten, doch letztlich gelang auch ihnen ein Zwei-Satz-Sieg. Gewohnt souverän spielte Martina Babakova bei ihrem 6:2/6:1-Sieg auf.
Im Doppel mussten dann Wörle/Tvaroskova über drei Sätze, nachdem der zweite Satz an die Stuttgarterinnen ging. Doch mit 6:1/2:6/7:6 ging das Spiel dann doch noch knapp an die Gäste. Dennoch kam der TC Vaihingen/Rohr durch Tweedie-Yates/Schmidt zu ihrem Ehrenpunkt, denn sie gewannen gegen Rao/Pavlova 6:1/6:4.
Doch dies trübte den positiven Gesamteindruck beim TC Radolfzell in keiner Weise. „Die Mannschaft nimmt Fahrt auf“, zeigte sich der TCR-Coach Bingeser zufrieden über die gute Verfassung seines Teams gleich zu Saisonbeginn.
Bis zum ersten Heimspiel am 4. Mai gegen den zweiten Aufsteiger Sport Förg Schießgraben Augsburg besteht noch ausreichend Gelegenheit, das Team näher zusammenzuführen, denn der Kader bleibt bis dahin unverändert zusammen.
Ergebnisse:
Tweedie-Yates - Rao 5:7, 3:6; Haberkorn - Ruutel 4:6, 1:6; Holusova - Wörle 5:7, 3:6; Schmidt - Tvaroskova 1:6, 2:6; Brutschin - Babakova 2:6, 1:6; Sommer - Wagner 3:6, 2:6; Srndovic/Haberkorn - Wörle/Tvaroskova 1:6, 6:2, 6:7; Tweedie-Yates/Schmidt - Rao/Pavlova 6:3, 7:5; Holusova/Sommer - Ruutel/Babakova 1:6, 4:6.

Die Bundesligamannschaft der Damen des TC Radolfzell hat einen Namenssponsor.

In der Tennisbundesliga ist seit einigen Jahren möglich, dass ein Sponsor und ein Tennisclub gemeinsam auftreten. Die Mannschaft eines Club tritt beim Wettkampf unter dem Namen des Hauptsponsors an.

Auch die erste Damenmannschaft des TC Radolfzell, die seit dem Jahr 2007 in der 2. Bundesliga spielt, hat einen Namenssponsor gewonnen. Die Mannschaft läuft ab der Saison 2008 unter dem Namen „Vacono TC Radolfzell“ auf.

Der Namensgeber ist die Firma Vacono Aluminium Covers GmbH in Rheinfelden/Baden. Vacono ist auf dem Gebiet des Umweltschutzes in Tanklägern und Raffinerien tätig. Durch geeignete Vorrichtungen, wie interne Schwimmdecken und externe Domedächer werden über 95% der Verdunstung von Benzin und anderen gelagerten Produkten vermieden.

Bei über 4000 Anlagen in über 80 Ländern entspricht dies einer Einsparung von über 700 Millionen Liter Benzin, die mit Hilfe von Vacono nicht verdunsten und weiter verwendet werden können anstatt die Erdatmosphäre zu schädigen.

Beide Partner stehen für Spitzenleistungen und erwarten aus dieser Verbindung einen besseren Bekanntheitsgrad und eine höhere Schlagkraft. Der TC Radolfzell geht damit deutlich gestärkt in die neue Saison.


Radolfzells Tennis Damen stark wie nie zuvor

Bundesliga Damenkader des TC Radolfzell nominiert – Vizemeistertitel Minimalziel

Wie bereits letztes Jahr verstrich am 10. Dezember mit Abgabe der namentlichen Mannschaftsmeldung der erste offizielle Termin für die Spielsaison 2. Damen Tennisbundesliga Saison 2008. Team Coach Norman Bingeser gibt als Minimalziel für 2008 die Wiederholung des Vizemeistertitels aus. Mit Blick auf den Kader des Mettnau Teams dürfte diese Einschätzung realistisch sein. Mit dem überraschenden Gewinn der Vizemeisterschaft als Aufsteiger in der letzten Saison hat sich der TC Radolfzell 2007 gehörig Respekt verschafft. Obwohl die Meldelisten der Teams erst zum neuen Jahr einsehbar werden, wird das Radolfzeller Team in der Szene bereits jetzt als einer der Aufstiegsfavoriten gehandelt. „Einen Aufstieg zu planen ist sehr schwer, ein kleiner Ausrutscher reicht und es ist vorbei. Aber wer aufsteigen will, muss uns schlagen“, so Radolfzells Coach Norman Bingeser.

Wie die meisten Teams hat auch der TC Radolfzell auf den vorderen Positionen eine Reihe Nicht-Europäischer Spielerinnen gemeldet von denen pro Spieltag nur eine einsatzberechtigt ist. Identisch zum Vorjahr führt Alla Kudryavtseva (WTA 59) das Team an. Die Russin spielte 2007 nicht nur international exzellent, sondern sie fand auch immer wieder den Weg auf die Mettnau zurück für kleinere Trainingsaufenthalte. Auf Position 2 folgt Landsfrau Galina Voskoboeva (WTA 84), erster nomineller Neuzugang. Galina ist unter anderem eine ausgeprägte Doppelspezialistin (WTA 31). Auf drei der zweite Neuzugang Alisa Kleybanova. Die Russin war bereits als 15jährige die Nummer 2 der U18 Jugendweltrangliste und steht heute 18-jährig bereits auf Position 150 WTA und wurde dieses Jahr unter anderem Studentenweltmeisterin (Finale gegen Ruutel). Auf Position 4 geht Margit Ruutel ins Rennen. Die Estische Fed-Cup Spielerin (WTA 183) ist den Radolfzellerinnen bestens bekannt, spielte sich doch die letzten beiden Jahre für Lorsch auf Position 1 jeweils gegen Radolfzell. Nummer fünf ist Sunitha Rao. Die in Amerika geborene Inderin steht auf Position 190 WTA. Sunitha ist für Gesamtasien das „Spokesmodel“ des Sportartikelriesen Reebok. Zu den Millionen indischer Fans der in Ihrer Heimat sehr populären Sportlerin erweitert sich somit der Bekanntheitsgrad auf ca. 1 Milliarde Haushalte. Auf Sunitha folgt der wohl prominenteste Neuzugang mit Kathrin Woerle aus Nonnenhorn am Bodensee. Die deutsche Spitzenspielerin (WTA 212) entschied sich unter anderem für Radolfzell wegen des regionalen Aspekts. Kathrin wird, wenn es Ihre Turnierplanung zulässt, alle Spiele für Radolfzell bestreiten. Auf den Positionen 7 bis 10 folgt der letzt jährige Stamm der Mannschaft mit Lenka Tvaroskova (WTA 280), Zuzana Kucova (WTA 303), Katarina Kachlikova (WTA 314) sowie die wegen abermaliger Verletzung zurückgefallene ehemalige Weltranglisten 16te Iroda Tulyaganova (WTA 360). Als Nummer 11 läuft die seit Jahren ungeschlagene Martina Babakova (WTA 504) auf, gefolgt von Biljana Pavlova (WTA 654) als Nummer 12. Radolfzells 17-jährige Nachwuchsspielerin Anastasia Wagner, welche jüngst durch hervorragende Ergebnisse zu gefallen wusste, ist die Nummer 13 der Meldeliste. Ihr folgen noch Radolfzells Jugendtalent Lina Blechner sowie Sabine Schwachofer auf den Positionen 14 und 15. Verzichten wegen Ihres Amerikastudiums müssen die Mettnauerinnen weiterhin auf Bianca Eichkorn.
Dem TC gelang es somit seine langjährigen Spitzenspielerinnen zu halten und sein Team qualitativ sowie quantitativ zu verstärken.
Im Gegensatz zum Vorjahr steht bereits noch in diesem Jahr der Spielplan fest. Für Radolfzells Team kommt es dabei zu folgenden Spielterminen.
1.Mai in Vaihingen
4.Mai zuhause gegen Schießgraben Augsburg
10.Mai spielfrei
12.Mai in Großhesselohe

18.Mai in Lorsch
1.Juni zuhause gegen Ludwigshafen
8.Juni zuhause gegen Ettlingen

06.01.2008

Damen Bundesliga 2007

2.Bundesliga in Radolfzell                                 
                                                                                         
                                                                                         
 
Tulyaganova„Wir wollen 2008 wieder in der Bundesliga spielen“, so umschreibt Teamcoach Norman Bingeser die Zielsetzung des Tennisclub Radolfzell e.V. für die Saison 2007. Bevor er diese Marschroute an sein Team ausgeben konnte, mussten jedoch die Verantwortlichen einiger Teams Ihre Nerven im Vorfeld strapazieren lassen. Hintergrund hierfür ist, dass beide Absteiger aus der 1.Bundesliga in die Nordgruppe eingeteilt wurden, somit ein zusätzlicher Platz in der Marijana KovacevicGruppe Süd frei wurde. Zur Meldung von Lorsch durch den Regionalverband Südwest gesellte sich noch die Benennung von Iphitos München durch den Regionalverband Süd (Bayern). Beide Parteien beharrten monatelang auf Ihrer rechtmäßigen Benennung, eine zwischenzeitlich angestrebte Aufstockung auf acht Teams wurde von den badischen Teams Ettlingen und Radolfzell, unterstützt durch den Badischen Tennisverband, geblockt.     
Ettlingen und Radolfzell vertraten hierbei die Meinung die bereits auf der Bundesligasitzung in Offenbach im November 2006 vorgebracht wurde. Ein zusätzlicher Spieltag ist in den Etats der Vereine nicht eingeplant. Letztlich entschied sich der DTB für eine Lösung, die bereits die Mehrheit der Vereine unmittelbar nach der Bundesligasitzung schriftlich zum Ausdruck brachte. Auf der Jahreshauptversammlung beim WTB entschied das Los für Lorsch. Somit bekamen die Teams Ende März 5 Wochen vor Ligabeginn einen gültigen Spielplan für 7 teilnehmende Mannschaften.
Die Radolfzeller erwarten somit zum Auftaktspiel zu Hause am 1. Mai den TC Zühlke Lorsch. „In dieser Liga gibt es keine schwachen Mannschaften mehr, für mich ist Lorsch der Geheimfavorit der Liga, außerdem wollen sie nach dem Hin und Her im Vorfeld der Liga sicher beweisen dass sie zu Recht dazu gehören und sie haben noch eine Rechnung mit uns offen“, so TCR Coach Bingeser. Mit viel Kampfgeist und dem nötigen Quentchen Glück besiegten die Radolfzeller im letzten Jahr im Finale der Aufstiegsrunde die Hessen. Lorschs Team wurde beträchtlich verstärkt, die Mannschaft ist eine von wenigen in Deutschland die einen eigenen Namenssponsor hat. Tennis pur wird somit auf der Mettnau geboten sein. Am 13.Mai geht es dann zum Auswärtsspiel nach Sindelfingen, wo Radolfzell ebenfalls von einem starken Team erwartet wird, welches bereits 4 Jahre in der 2. Bundesliga spielt. Am 20.Mai kommt es zum zweiten „Heimspielknaller“ gegen Augsburg. „Der absolute Topfavorit auf den Aufstieg“, so TCR Coach Bingeser. Am 26.Mai folgt eine Auswärtspartie beim starken Anastasia WagnerTC Bous ehe am 28.Mai das letzte Heimspiel gegen Großhesselohe auf dem Programm steht. Zum Saisonabschluss geht es für Radolfzell zum Verbandsmitstreiter Ettlingen, welches letztes Jahr souverän Vizemeister wurde.
„Wir sind konkurrenzfähig“, gibt TCR Coach Bingeser einen Einblick zum eigenen Team. Zum langjährigen Spielerkader kamen die Top 100 Spieleri Katarina Kachlikovan Kudryavtseva sowie die Slovakinnen Tvaroskova und Balogova hinzu. Diese Verstärkungen waren notwendig, da Radolfzells Nachwuchsspielerin Bianca Eichkorn in die USA zum Studieren geht, somit nicht in der 2.Liga spielen kann, da sie sonst kein Stipendium bekommen würde. Da sie aber unbedingt weiterhin beim Verein bleiben wollte, „mussten wir einen Weg finden, die Nummer 47 von Deutschland in der Meldeliste nach hinten zu drücken“. „Unsere Spielerinnen sind bekannt für Ihren Kampfgeist, die Region wird drei hochklassige Tennistage bei unseren Heimspielen zu sehen bekommen, freut sich TCR Coach Bingeser schon heute. Jeweils am Vortag zu einem Heimspiel werden 10 Jugendliche aller Spielstärken im Rahmen eines Gewinnspiels der regionalen Zeitung mit den Spielerinnen des TC Radolfzell trainieren können. Der TC Radolfzell lädt alle interessierten Zuschauer herzlich auf seine Anlage ein. Der Eintritt an Heimspieltagen ist frei.
 
 
Heimspiele
 
1. Mai   TC Zühlke Lorsch
17. Mai Iphitos München
20. Mai  TC Augsburg
28. Mai  TC Großhesselohe
 
           

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