22.06.2009
Bundesliga Klassenerhalt im Startjahr für Vacono TC Radolfzell
In Ihrer ersten Bundesliga Saison 2009 schaffte das Damen Bundesliga Team Vacono TC Radolfzell den Klassenerhalt. Nach einem unglückliche Start gegen Waldau Stuttgart zu Hause mit einer 1:8 Niederlage zeigte sich das Team beim 2.Spiel zu Hause gegen Rüppurr Karlsruhe kämpferisch, verlor jedoch unglücklich mit 4:5. Am dritten Spieltag folgte der erste Sieg beim TC Blau Weiß Berlin mit 7:2. Nach einer dreiwöchigen Pause unterlagen die Mettnauerinnen abermals unglücklich in Moers mit 4:5. Gegen den neuen Deutschen Meister Zamek Benrath setzte es zu Hause eine 1:8 Niederlage ehe Vacono TC Radolfzell die Saison mit einem 6:3 Sieg gegen Blau Weiß Bocholt abschloss.
1. Bundesliga - Presse: Südkurier 08.06.09 Drittes Spiel: TC BW Berlin - Vacono TC Radolfzell
Nach dem souveränen 7:2-Sieg in Berlin können die Radolfzeller Damen die zweite Saisonhälfte in der Tennis-Bundesliga etwas entspannter angehen, denn das Saisonziel, zumindest als Vorletzter die Runde zu beenden und damit die Klasse zu halten, ist in greifbare Nähe gerückt.
TennisBundesliga, DamenTC BW BerlinVacono TC Radolzell2:7Der Radolfzeller Trainer Norman Bingeser konnte auf nahezu denselben Kader wie beim badischen Derby gegen Karlsruhe-Rüppurr am Freitag zurückgreifen. Die Polin Marta Domachowska führte daher wieder das Radolfzeller Team an. Lediglich in den Doppeln gab es eine kleine Änderung, denn Biljana Pavlova vertrat Martina Babakova. Da das Team die Woche über intensiv gemeinsam trainieren konnte, wirkte der dritte Radolfzeller Bundesligaauftritt wesentlich harmonischer als noch zum Saisonauftakt, der Formtrend der Mettnauerinnen zeigt klar nach oben.
Der Radolfzeller Sieg war dank einer 5:1-Führung schon nach den Einzeln entschieden. Lediglich Kathrin Wörle, von den Nachwirkungen einer Grippe geschwächt, musste ihr Match abgeben. Allerdings traf die Nonnenhornerin mit Kveta Peschke, der aktuellen Nummer sieben der Doppel-Weltrangliste, auf die spielstärkste Berlinerin. Alle anderen Radolfzellerinnen waren erfolgreich.
Dabei musste lediglich die Radolfzellerin Zi Yan über drei Sätze gehen, die anderen Matches waren bereits nach zwei Sätzen entschieden. Die chinesische Doppelspezialistin musste sich zunächst auf den ungewohnt feuchten und daher langsamen Untergrund in Berlin einstellen, doch rasch legte sie die Nervosität ab und beendete sowohl ihr Einzel als auch später ihr Doppel erfolgreich.
Ein ähnliches Bild dann in den Doppeln. Domachowska/Yan und Kerber/Tvaroskova hatten ihre Siege jeweils nach zwei vorwiegend einseitigen Sätzen unter Dach und Fach, Karatancheva/Pavolva gaben ihr Match mit 2:6/2:6 ab. Da Biljana Pavolova, die seit dem ersten Badenligajahr des TC Radolfzell alle Aufstiege mitgemacht hatte, in wenigen Tagen heiraten wird und daher nicht mehr zur Verfügung steht, wollte sie sich nach neun Jahren auf der Mettnau mit einem Sieg verabschieden, was ihr an der Seite von Sesil Karatancheva allerdings nicht gelang.
„Wir dürfen die nächsten drei Male nicht schlafen“, warnte der Vorsitzende des TCR-Fördervereins, Günter Grimmig, davor, sich jetzt schon zu sicher zu fühlen, doch räumte auch er ein, dass ein großer Schritt zum Klassenerhalt geglückt ist.
Zwar zeichnet sich nach drei Saisonspielen ein fester Stamm beim Vacono TC Radolfzell ab, doch in der zweiten Hälfte soll an der Spitze noch etwas optimiert werden. Nun zieht der Tennis spielende Tross weiter nach Wimbledon, ehe dann in drei Wochen mit dem Auswärtsspiel beim TC ZWS Moers die zweite Saisonhälfte der Bundesliga beginnt.
Ergebnisse: TC Blau Weiß Berlin – Vacono TC Radolfzell 2:7 (1:5).
Einzel: Szatmari – Domachowska 5:7/1:6, Esperon – Kerber 2:6/2:6, Balsamo – Karatancheva 2:6/0:6, Peschke – Wörle 6:4/6:1, Weber – Tvaroskova 6:7/0:6, Schreiber – Yan 6:2/3:6/2:6.
Doppel: Szatmari/Esperon – Domachowska/Yan 3:6/1:6, Balsamo/Weber – Kerber/Tvaroskova 1:6/1:6, Peschke/Schreiber – Karatancheva/Pavlova 6:2/6:2.
Für den TC Radolfzell war es der erwartet starke Gegner. Nicht ganz so stark hatte wohl der TC Karlsruhe Rüppurr die Gastgeberinnen eingeschätzt, denn er erschien ohne seine zwei besten Spielerinnen – Radolfzell brachte das beste Bundesliga-Team der vergangenen drei Jahre zwar mächtig ins Schwitzen, verlor jedoch am Ende mit 4:5.
DamentennisBundesligaVacono TC RadolfzellTC Karlsruhe Rüppur4:5Die Sonne scheint, kaum eine Wolke am Himmel, über 900 Menschen stehen dicht gedrängt vor den Zäunen der Tennisplätze auf der Mettnau. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um jenen Sonntag, an dem der Vacono TC Radolfzell zur Bundesliga-Premiere eine herbe 1:8-Niederlage einstecken musste. Doch gestern war vieles anders, irgendwie knisterte es.
Was es war, dieses neue Radolfzeller Gefühl, zeigte Angelique Kerber eindrucksvoll im ersten Match. Ihr unbändiger Siegeswille brachte die 21-Jährige zurück ins Spiel. Nach einem ersten Satz, in dem ihre Gegnerin übermächtig schien, kämpfte sich die Nummer zwei des TCR zurück und erspielte sich ein 3:6, 7:6, 6:1. „Nach oben hin kann man von Angelique alles erwarten“, sagt Norman Bingeser, Trainer der Radolfzeller. „Nicht umsonst gilt sie als eine der begabtesten Spielerinnen Deutschlands.“
Nicht minder kämpferisch gaben sich die übrigen Radolfzellerinnen: Die Chinesin Yan Zi trotzte ihrer Nervosität und besiegte bei ihrem 6:0, 7:6-Erfolg nicht nur ihre Gegnerin, sondern auch die ungeliebte rote Asche. „Ihr eigentlicher Vorteil kommt noch. Sie ist unser Doppelass“, freute sich Bingeser über den unerwarteten Einzelsieg der zweimaligen Grand-Slam-Siegerin im Doppel. An Einsatz mangelte es auch Kathrin Wörle gegen Yulia Beygelzimer nicht, als sie im ersten Satz ein Wechselbad der Gefühle erlebte: Zunächst verschlief Wörle den Start, lag 2:5 zurück, schaffte den Ausgleich, um den Satz dann doch noch 5:7 zu verlieren. Genauso erging es ihr im Rest der Partie: Auf den Satzausgleich folgte im dritten Durchgang die Niederlage.
Eine Stunde später war es Lenka Tvarovskova, die mit einem 7:6, 7:6-Erfolg den dritten Punkt für Radolfzell errang. In den verbleibenden Einzeln kämpften sich Marta Domachowska und Sesil Karatancheva nach jeweils verlorenem ersten Satz bis in den dritten Durchgang, mussten sich dort jedoch geschlagen geben. Damit stand es 3:3 nach den Einzeln. Die Entscheidung würde in den Doppeln fallen.
„Das war eine klare Steigerung. Die Punkte, die wir nach Sonntag angesprochen hatten, wurden zu 100 Prozent verbessert“, so Norman Bingeser. Vieles war anders als bei der Niederlage am Sonntag, die Tendenz ging für den Trainer klar nach oben. Dennoch verloren die Gastgeberinnen zwei der drei Doppel, so dass sie am Ende wieder ohne Punkte dastanden.
Viel Zeit zum Ärgern bleibt den Radolfzellerinnen aber nicht. Schon am Sonntag müssen sie wieder ran – beim Mitaufsteiger Berlin, der die ersten beiden Spiele ebenfalls verlor.
1. Bundesliga - Presse: Südkurier 05.06.09 Vorbericht Zweites Spiel: Vacono TC Radolfzell - TC Karlsruhe Rüppur
Nach den starken TEC-Frauen aus Stuttgart erwartet der Vacono TC Radolfzell die nächste große Nummer im deutschen Damentennis: Karlsruhe Rüppurr wurde in den letzten drei Jahren zweimal Meister sowie einmal Vizemeister und imponiert zudem mit klangvollen Namen wie Sybille Bammer oder Anna-Lena Grönefeld.
1. Tennis-Bundesliga, Frauen: Vacono TC Radolfzell – TC Karlsruhe Rüppurr (Freitag, 11 Uhr, Tennisanlage Mettnau). – Fünf Tage hatte Norman Bingeser, Trainer des Vacono TC Radolfzell, Zeit, seine Mannschaft nach der klaren Niederlage vom Wochenende aufzurichten und sie auf die neue Aufgabe einzustimmen.
Bereits vor dem Saisonstart am Sonntag war man sich in Radolfzell über die Stärke der Liga im Klaren. Dennoch war die 1:8-Schlappe gegen die in Bestbesetzung angetretenen Waldauerinnen so nicht vorauszusehen. „Der Gegner hat verdient gewonnen – ohne Frage. Die Niederlage fiel allerdings zu hoch aus“, sagt Bingeser. „Wir hatten vom Papier her gute Namen auf dem Platz. Da haben wir schon mal nachgefragt.“
Nichtsdestotrotz tut Radolfzell das einzig Richtige: Man schaut nach vorne. „Wir haben jetzt einmal verloren. Davon lassen wir uns nicht entmutigen“, so der Trainer, der die Woche genutzt hat, um am Teamgeist der neu formierten Mannschaft zu arbeiten. Schließlich hat Bingeser den Radolfzeller Kampfgeist als „großes Plus der Vergangenheit“ ausgemacht.
Die Vacono-Spielerinnen werden diesen heute wohl auch dringend benötigen, denn am Bodensee gastiert kein geringeres als das erfolgreichste Damen-Tennisteam der letzten drei Jahre. 2006 und 2007 gewann der TC Karlsruhe-Rüppurr die deutsche Meisterschaft, im vergangenen Jahr wurde auch die Vizemeisterschaft als großer Erfolg gefeiert. Die Nordbadener treten mit einer respektablen Meldeliste an: Absolute Spitze bilden darauf Sybille Bammer und Anna-Lena Grönefeld. Mit der österreichischen Nummer Eins und der deutschen Nummer Zwei dürfen sich die Radolfzeller Zuschauer auf einen echten Höhepunkt der noch jungen Saison freuen. Zumal es als äußerst wahrscheinlich gilt, dass zumindest eine der beiden am Bodensee auflaufen wird.
Dies ist nicht zuletzt auch dem Respekt geschuldet, den Rüppurr dem Bundesliganeuling entgegenbringt. „Mit dem Vacono TC Radolfzell bereichert ein sehr starker Aufsteiger die Liga“, heißt es auf der vereinseigenen Internetseite. Und Trainer Markus Schur ergänzt: „Tritt Radolfzell in Bestbesetzung an, so ist das Team ein ernstzunehmender Titelkandidat, dessen Hauptziel im ersten Jahr jedoch die Etablierung in der Liga ist.“
Ein kleiner Vorteil ergab sich für Rüppurr aus der Ansetzung des Spielplans, der ihnen bei der Saisonpremiere spielfrei zugestand. Dies gab dem Verein aus Karlsruhe die Möglichkeit, die Konkurrenz vorab zu beäugen. Aufgrund des fortschreitenden Grand-Slam-Turniers in Paris stieg zudem die Chance, den kompletten Kader zur Verfügung zu haben.
Was die eigene Aufstellung betrifft, mochte Bingeser noch nicht zu viel verraten. Es scheint jedoch klar, dass im Vergleich zur Bundesliga-Premiere ein leicht verändertes Team auf den Radolfzeller Sandplätzen stehen wird. „Eventuell werden wir einen Joker ziehen“, gibt sich der Trainer etwas geheimnisvoll.
Angesichts der nominellen Überlegenheit des Gegners lebt Norman Bingesser schon mal das vor, was er sich heute auch von seinen Spielerinnen wünscht: Er gibt sich kämpferisch. „Wir treten nicht an, um zu verlieren. Wir wollen dagegenhalten. Wir stemmen uns gegen einen vom Papier her übermächtigen Gegner“, so die Ankündigung des Trainers.
1. Bundesliga - Presse: Erstes Spiel: Vacono TC Radolfzell - TEC Waldau Stuttgart
Radolfzell (swb). Letzten Sonntag startete Vacono TC Radolfzell in die Damen Bundesligasaison 2009. Bei perfektem Tenniswetter und vor einer sensationellen Kulisse von 980 Zuschauern gingen die Radolfzeller voller Zuversicht in die Begegnung gegen TEC Waldau Stuttgart. Obwohl Spitzenspielerin Alisa Kleybanova auf Grund des Erreichen des Mixed Viertelfinale in Roland Garros nicht zur Verfügung stand, hatte Radolfzell vom Papier her ein schlagkräftiges Team zusammen. Am Spieltag meldete sich allerdings noch Kathrin Woerle mit Fieber krank, so dass die Radolfzeller Nachwuchsspielerin Anastasia Wagner zu ihrem ersten Bundesligaeinsatz kam. Lange nachdem Radolfzell bereits durch klare Niederlagen von Marta Domachowska und Sesil Karatancheva mit 0:2 in Rückstand geraten war, gelang der Radolfzeller Tennistalent der Überraschungscoup. Gegen die aktuelle Nummer 9 der Deutschen Damenrangliste und 191 der WTA Weltrangliste drehte sie mit unbändigem Siegeswillen einen 2:5 Rückstand im dritten Satz gegen Carmen Klaschka in einen 7:5 Sieg. Somit stand es nach der ersten Runde 1:2. Angelique Kerber unterlag erst im dritten Satz Kirsten Flipkens. An Position eins verlor Tamarina Tanasugarn leicht angeschlagen gegen eine überragende Kristina Barrois, Lenka Tvaroskova kam beim 0:6/2:6 sprichwörtlich unter die Räder. Somit stand die Gesamtniederlage bereits mit einem Zwischenstand von 1:5 fest. In den drei abschließenden Doppeln hatten Radolfzellls Angelique Kerber und Marta Domachowska noch Siegchancen, jedoch gingen letztendlich alle drei Doppel verloren. Mit der in dieser Höhe unerwarteten 1:8-Niederlage legte Radolfzell gegen ein stärkstmögliches, kompaktes Waldau Team einen unerwünschten Saisonstart hin. Bereits diesen Freitag gastiert mit Karlsuhe Rüppurr das erfolgreichste Tennis-Damen-Team Deutschlands der letzten drei Jahre auf der Mettnau. Sybille Bammer, Anna Lena Grönefeld und Sofia Arvidsson sind nur einige der klangvollen Namen auf der Rüppurer Meldeliste. Letztes Jahr wurde Rüppurr Vizemeister, die beiden Jahre zuvor sogar jeweils Deutscher Meister. Am Sonntag kommt es dann in Berlin zum ersten Auswärtsspiel der Saison für die Radolfzellerinnen. Spätestens hier sollten die ersten Punkte fallen will man nicht für den Rest der Saison mit dem Rücken zur Wand stehen was das Saisonziel Klassenerhalt betrifft.
Singener Wochenblatt 03.06.2009
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Vor 950 Zuschauern und bei hervorragenden äußeren Bedingungen eröffnete der Vacono TC Radolfzell seine erste Bundesliga-Saison. Einzig der Gegner vom TEC Waldau Stuttgart vermieste den Radolfzellerinnen den Tag.
TennisBundesligaVacono TC RadolfzellTEC Waldau Stuttgart1:8Als Anastasia Wagner ihren ersten Matchball verwandelte, hätte es für die Radolfzeller ein perfekter Einstand in die höchste deutsche Spielklasse werden können: Das einzige Radolfzeller Eigengewächs im Kader sorgte für den ersten Punktgewinn der Mettnauer in der 1. Bundesliga. Eigentlich ein Traum. Eigentlich. Denn es blieb für den Vacono TC Radolfzell bei diesem einen Zähler.
Verantwortlich dafür war ein für die TCR-Verantwortlichen ereignisreicher Samstagabend. Kurioserweise waren die Ereignisse am Vorabend des Spieltags auch dafür verantwortlich, dass Wagner überhaupt eingesetzt wurde. Zunächst gewann Alisa Kleybanova ihr Mixed-Doppel bei den French Open und steht nun im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers. Ihr Glück war das Radolfzeller Pech: TCR-Trainer Norman Bingeser musste ohne seine Nummer eins der Setzliste auskommen. Die nächste Hiobsbotschaft kam nicht aus Paris, sondern aus Nonnenhorn. Kathrin Wörle meldete sich mit Fieber ab, an einen Einsatz war nicht zu denken. Von der geplanten ersten Sechs des Spieltages fehlten also zwei Spielerinnen. „Wir haben lange Zeit gebetet und gehofft, aber es sollte nicht sein“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Günter Grimmig. „Wir haben 16 Spielerinnen auf der Meldeliste und es ist unserem Geschick überlassen, die sechs besten auf den Platz zu bringen.“ Am Sonntag musste für Kleybanova also Tamarine Tanasugarn in die Bresche springen, Wagner ersetzte Wörle.
Der TEC Waldau Stuttgart bot die beste zur Verfügung stehende Mannschaft auf. Ein Kompliment für den Aufsteiger, schließlich darf die Aufstellung des Gegners auch als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass der TC Radolfzell in der Liga durchaus ernst genommen wird.
Bereits in der ersten Runde zeichnete sich ab, dass es die Gastgeber schwer haben würden. Die Radolfzeller Nummer zwei Marta Domachowska und die Nummer vier Sesil Karatancheva verloren ihre Matches in kürzester Zeit mit 1:6, 2:6. Lediglich Wagner kämpfte sich durch. Nach 4:6 und 6:3 ließ sie sich von einem 2:5-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Von Druck bei ihrer ersten Bundesliga-Partie war nichts zu spüren: Die 19-Jährige spielte aggressiv und wurde belohnt. Fünf Spielgewinne in Folge bedeuteten das 7:5 im entscheidenden dritten Satz. „Ich bin einfach happy“, jubelte Wagner nach ihrem Sieg. „Das Publikum und mein Heimvorteil haben mir Sicherheit gegeben. Ich liebe es einfach, hier zu spielen.“
Nach der ersten Runde hieß es also 1:2, im zweiten Durchgang hatte lediglich Angelique Kerber eine ernsthafte Chance auf einen Sieg. Nachdem sich die Radolfzellerin mit 7:6 den Satzausgleich erkämpft hatte, schienen ihr im dritten Satz jedoch die Kräfte auszugehen. So war der Spieltag bereits nach den Einzeln entschieden, der 1:5-Rückstand war mit den verbleibenden drei Doppeln nicht mehr aufzuholen. „Das Engagement heute Morgen war von einigen nicht so wie gewünscht. Da müssen wir einhaken“, sagte Grimmig. „Wenn wir in dieser Saison tatsächlich die Wundertüte der Liga sind, so mussten wir heute feststellen, dass der Griff in die Wundertüte diesmal nicht das gebracht hat, was wir uns vorgestellt haben.“
Dass es sich dennoch lohnte, bis zu den Doppelspielen zu bleiben, bewies die Paarung Domachowska/Kerber gegen die Waldauerinnen Tatjana Malek und Yvonne Meusburger im ersten Doppel. In einem spannenden und überaus unterhaltsamen Spiel fehlte den Radolfzeller Damen am Ende das letzte Quäntchen Glück. Mit dem knappsten denkbaren Ergebnis verloren die beiden nach 7:6, 6:7 im Match-Tie-Break, der im Doppel den dritten Satz ersetzt, mit 6:10. „Positiv waren heute die Doppel. Wir konnten sehen, dass unsere Spielerinnen miteinander harmonieren“, sagte Grimmig.
Obwohl er zugeben musste, dass es für Waldau ein verdienter Sieg“ gewesen sei, breitete sich beim Vorsitzenden des Fördervereins Unmut über die Höhe der Radolfzeller Niederlage aus. „Ich hätte mir mehr ausgerechnet. Das war kein Auftakt nach Maß. Das war ein Schritt in die harte Wirklichkeit.“
06.01.2008